»Zieh!«

- Shahad Moreau-


Shahad Moreau, ist eine ehemalige Kopfgeldjägerin, Söldnerin und persönliche Leibwache des Volus-Geschäftsmanns Ural Til.


Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalt [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Galaxie, dutzende Systeme, hunderte Planeten. Shahad hatte das Pech, in ein Schicksal geboren zu werden, wie es schlimmer kaum hätte sein können. Ihre Eltern wusste wohl um die Härte in ihrem Leben, hatten aber weder den Mut noch die Grausamkeit das neugeborene Kind gleich zu ersticken. Stattdessen setzten sie es aus, irgendwo in den Gassen Omegas, Frischfleisch für Vorcha oder sonstiges Gezücht. Sie – damals noch ohne Namen – hätte wohl kaum einen Tag überlebt, hätte sie nicht auf der Route eines Mannes gelegen, der in den E-Zero-Minen Omegas arbeitete. Jedediah Moreau, dessen Schicksal kaum weniger tragisch war als das der Kleinen, hatte etwas, was es auf Omega in geringerer Stückzahl gab als Reichtum: Mitleid.

Der Arbeiter nahm das Kind mit, pflegte es, zog es auf. Selbst ohne Frau und Kinder und eigentlich ziellos wie ein Schiff ohne Kompass, widmete Jedediah die nächsten leidgeplagten Jahre dem Kind, das nicht das seine war. Es wuchs und gedieh und Jedediah gab ihm den Namen „Shahad“ – wohl wegen ihres honigsüßen Lächelns.

Shahad wuchs heran und Jedediah vermittelte ihr die wenigen Kenntnisse, die er besaß. Lesen, Schreiben, Rechnen. Eine Schule hatte sie nie gesehen, trieb sich aber viel in den von Waisenkindern bevölkerten Vierteln der Station herum, lernte stehlen und bettelte, obwohl das selten von Erfolg gekrönt war. Omega – der Name war treffend. Die Station war das Ende von vielem. Und sie war Shahads ganze Welt. Andere Planeten kannte sie nur von Holo-Bildern und den Geschichten der Raumfahrer und Schmuggler.

Als sie gerade einmal elf Jahre alt war, wurde sie von zwei Männern überfallen, festgehalten und fast bedrängt. Die beiden – sicherlich Crewmitglieder auf einem angelegten Raumfrachter – mochten das lockige Haar und die großen dunklen Augen. Sie zwangen sie zwischen sich, einer hielt sie am Arm, der andere öffnete seine Hose… Shahad schlug zu, riss sich los und entkam. An diesem Tag lernte sie zwei Lektionen: traue keinem Mann und schlage immer fest genug zu.

Auch Jedediah konnte dem Mädchen nie wirklich eine gesunde Beziehung zwischen Mann und Frau vermitteln. Er wich dem Thema aus, sprach es nie an und versuchte auch Shahad möglichst fern von der Thematik zu halten. Gleichzeitig aber unterhielt er regen Kontakt zu Prostituierten, die ihn auch in den eigenen vier Wänden besuchten. Shahad beobachtete diese Besuche mit Neugier statt Abscheu.

Jedediah, stets ein geringer Mann, hatte seine Sehnsüchte nicht im Griff. Sein Hang zu bezahlten Damenbegleitungen auch oder gerade in Zeiten der Not besiegelten sein Schicksal – einmal zu viel zahlte er nicht, was er der Dame und ihrem Schutzherrn schuldig war. Seine niedergestochene Leiche fand sich in einer Gasse nur wenige Meter von der Wohnungstür entfernt.

Wieder war Shahad allein, diesmal völlig. Ohne Bleibe schlug sie sich durch, nutzte ihre Fertigkeiten im Stehlen, um durchzukommen und schloss sich einer Bande von Waisen an, die in den Tunneln der Station lebten. Shahad verinnerlichte in dieser Zeit die Lehre, die ihr schon die beiden Männer blühte: Die Welt ist grausam, sei grausamer. Mit eiserner Faust stieg sie in der ungeregelten Hierarchie der Waisenkinder, kam schon bald zu einer Waffe und tötete mit sechzehn Jahren ihren einzigen Konkurrenten im Milieu – einen ein Jahr jüngeren Emporkömmling, der sie abzustechen plante und von einem seiner Mitverschwörer an Shahad verraten wurde.

Nach dem ersten Mal Blut an den Händen fiel es ihr nicht schwer, noch härter durchzugreifen. Bald schon nahm sie Nebenjobs als Aushilfskämpferin bei zum Beispiel der Vorchajagd an und ernährte so sich selbst und die Waisenkinder – so wie es die unausgesprochene Regel war.

Das Mädchen wurde älter und schon zwei Jahre später, mit achtzehn Jahren, schleuste sie ein Bekannter, der ebenfalls ein Waisenkind, wenn auch von der älteren Generation gewesen war, bei den Blue Suns ein. Die Suns erkannten das Potenzial in der noch jungen Frau und steckten sie in die Kampftruppe der Söldner. Außerdem erkannten sie Shahads ausgeprägten Sachverstand, was Organisation und Ordnung anging. Eine nützliche Fähigkeit für Waffenschmuggler.

Shahads Leben wurde ein dauerhafter Kampf. Ob Schießereien auf der Straße, Tötungsaufträge von konkurrierenden Gilden oder die üblicherweise blutige Arbeit als Söldnerin schliffen den rohen Diamanten Stück für Stück glatt. Wenn sie nicht im Kampf war, suchte sie ihn in der Arena von Omega. Dort, wo Kämpfe auch bis zum Tod ausgetragen wurden. Mit bloßen Fäusten oder Messern, zum Teil auch mit uralten Waffen wie Katarern, Morgensternen, Baseballschlägern kämpfte sie für bare Münze im Blutrausch. Das steigerte ihren Ruf und füllte ihr Konto.

Das Leben der Kriegerin war schön, aber dafür wunderbar einfach. Ein Mann namens „Archangel“ zerstörte dieses Leben. Bei einem fingierten Deal starben viel Suns, Shahads Shuttle wurde abgeschossen und sie selbst war über Tage nicht einsatzfähig. Dieses Unglück war ihre Rettung, denn bei dem entscheidenden Angriff der versammelten Söldner auf das Versteck dieses Vigilanten war sie nicht dabei – was vermutlich ihr Leben bewahrte. Nach der Vernichtung der Führungsspitzen von Suns, Eclipse und Blood Pack wurde die „Gesetzlosigkeit“ auf der Straße unhaltbar. Kleinere Banden, Vorcha und wütende Bürger machten systematisch Jagd auf die ehemaligen Herren. Shahad entkam mit einiger ihrer Blue Sun-Kameraden ins All – und ins Ungewisse.

Ihre erworbenen Fähigkeiten machte Shahad seitdem auf jeder Kolonie, jedem Planeten zu Geld. Ob als Söldnerin, Kopfgeldjägerin, Organisatorin von Schmuggel, bezahlter Leibwache oder zur Not an der Tür dubioser Clubs. Wo es Käfigkämpfe gab, kämpfte sie. Wo nicht, da hungerte sie.

Einer ihrer letzten Auftraggeber, ein Volus, traf sich unter ihrem Schutz mit einem Artgenossen, einem wohl recht bedeutenden Geschäftsmann namens Ural Til, genannt „der dünne Volus“. Shahad wusste nicht, ob das Ironie sein sollte, oder Til unter dem massigen Anzug tatsächlich für Volusverhältnisse dünn war. Vielleicht hatte es auch etwas mit einer Geschäftspraktik oder Kultur zu tun, von der sie nichts verstand. Was sie allerdings verstand war, dass Ural Til vermögend war und – wie sie später erfuhr – Leute anheuerte. Eins und eins ergab auch in ihrer Welt zwei: Sie hielt nichts hier und gutes Geld lockte. Also löste sie ihren bestehenden Vertrag mit dem Volus auf und ging postwendend zu Ural Tils Rekrutierungsstelle. Wenn der dünne Volus ins Unbekannte aufbrechen wollte, würde er jemanden mit ihren Qualitäten sicherlich zu schätzen wissen.

Psyche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leben auf Omega, das nicht existente Elternhaus mit klarer Rollenverteilung und die frühe Einsamkeit haben Shahads Persönlichkeit maßgeblich beeinflusst. Sie ist eine Einzelgängerin ohne emotionale Bindung an irgendwen. In einer Welt, in der die Schwachen herumgestoßen und misshandelt werden, in der auf Menschen fast so sehr herabgeschaut wird, wie auf Vorcha und in der Frauen meistens Beute für Männer sind, lernte Shahad, dass nur die eigene Stärke zählt. Die eigene Stärke in Verbindung mit Brutalität und Abgebrühtheit. Sie glaubt an das Recht des Stärkeren und bewundert Frauen wie Aria T’Loak.

Shahad ist eine Sucherin. Sie hat zu wenig Zeit damit verbracht, ihren Platz im Leben zu finden.


Charaktereigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stärken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Loyal gegenüber ihrem Auftraggeber
    • Tapfer
    • Ehrlich (selbst zu ihrem Nachteil)
    • Tolerant gegenüber Aliens
    • Spendenbereit (gegenüber Obdachlosen und Hilfseinrichtungen)
    • Erfahrene Nahkämpferin
    • Revolverheldin
    • Überlebenskünstlerin


Schwächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Schnell gekränkt und nachtragend
    • Brutal und grausam
    • Aggressiv und unkontrolliert
    • Sieht Gefühle als Schwäche
    • Asozial
    • Glaubt an die natürliche Überlegenheit mancher Individuen gegenüber anderen, findet aber, dass jeder darum streiten sollte, in der Nahrungskette aufzusteigen. Wer das nicht tut, hat seinen selbstgewählten Untergang verdient
    • Weniger diszipliniert als ein ausgebildeter Soldat und damit weniger teamfähig


Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Hasst Sklavenhändler und Sklaven, die sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben
    • Geborener Killer
    • Freiheitsliebend
    • Würde für Geld fast alles tun
    • Schließt einen angenommenen Auftrag immer ab (sofern möglich)
    • Findet (die meisten) Asari scheiße – zu viel Konkurrenz
    • Überraschend intelligent für ein Kind aus der Unterschicht
    • Gespaltenes Verhältnis zu Männern: Eigentlich würde sie gerne einen Partner haben, schwache Männer blendet sie in der Partnerwahl aber aus, bei starken Männern hat sie immer das alte Gefühl, sich beweisen zu müssen und verjagt sie so
    • Anhängerin einer uralten religiösen Bewegung, die glauben, dass tapfere Krieger in eine Nachwelt namens Walhalla kommen – sie will sich ihren Platz dort verdienen


Optische Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Narben & Verletzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • diverse aus unzähligen Kämpfen im Ring
  • Zerpeitschten Rücken (Slavenhändler); möglichst übertätowiert


Tätowierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • komplett tätowierte Arme, Beine und Rücken (nur schwarz und schattiert; diverse Motive vom Totenkopf über filigrane Arbeiten und religiöse Zeichnungen bis hin zum Gothic-Stil mystischer Kreaturen)
  • Auf den Fingern der rechten Hand: SLAY
  • Auf den Fingern der linken Hand: KILL


Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hat manchmal blau gefärbte Haare (in Anlehnung an „Blue Suns“)
  • Zungenpiercing


Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenstände

Waffen:

  • Schwere Pistole M-6 Carnifex (rechtes Holster)
  • Pistole M-5 Phalanx (linkes Holster)
  • Maschinenpistole M-9 Tempest (Halterung am Steißbein)
  • Universalklingen (an beiden Armen)
  • Diverse Granaten (am Gürtel)
  • Schlagring
  • Springmesser

Rüstung:

  • Mittelschwere Kampfrüstung der Blue Suns (komplett)
Zivilkleidung:
  • Oft einen grauen Hoodie und eine Leggins in Schwarz-Grau Camouflage
  • Weiße Sneaker
  • Wollmütze oder Basecap

Technische Ausstattung:

  • Omnitool
  • Sicherheitskarte für alle Bereiche auf der Talis‘ Schatz

Sonstige Gegenstände:

  • gedeckte Creditkarte
  • der ihr selbst viel zu großer Eisenring ihres Ziehvaters Jedediah – das einzige Erinnerungsstück an ihn
  • Kette mit einem Thorshammer
Vehikel:
  • Keine

Berufliche Verhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berufsbezeichnung: Leibwächter
  • Arbeitgeber: Triple-E Inc.; Ural Til
  • Beschreibung: Diverses

Familienverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Keine

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bildquelle 1
  • (N)PC von Shepard Commander

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