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»Ein ganzes Volk ist auf der Flucht, ein weiteres leidet seit Jahrhunderten unter einer absichtlich verbreiteten Seuche und Sklavenjäger drangsalieren ungehindert abgelegene Kolonien. All das, während sich die Citadel als Zentrum von Zivilisation und Ordnung feiert!«

Aus der Präambel von Nura’Kaels Streitschrift ,,Kein Frieden zwischen den Sternen: Wie der Rat der Citadel Ungleichheit ausnutzt, statt sie zu bekämpfen“

Nura’Kael nar Osdag vas Citadelist eine quarianische Aktivistin, die ihre Pilgerreise abgebrochen hat, um sich auf der Citadel für eine bessere Gesellschaft in der Galaxis einzusetzen.

Leben[]

Eine Crew, ein Volk, ein Ziel?[]

Eine Crew, ein Volk, ein Ziel? Wie auch das aller Quarianer, die in den letzten 300 Jahren geboren wurden begann Nuras Leben in der erzwungenen Sterilität der Migranten-Flotte. Was Nuras Eltern ihr an körperlicher Nähe, bedingt durch die lebenserhaltenden Exo-Anzüge, nicht geben konnten, machten sie mit Innigkeit und Zuwendung so gut es nur ging wett. Nuras Kindheit war so von ausgeprägter räumlicher wie auch emotionaler Nähe zu ihren Eltern und Crewmitgliedern geprägt, sodass sich bei ihr schon früh ein starkes Gefühl der Verbundenheit bildete. Sie begriff sich stets als Teil ihrer Familie, ihrer Crew und ihres Volkes. Während sie heranwuchs und alles lernte, was man zum Überleben innerhalb der Flotte benötigte, entstand aus diesem Gefühl der Verbundenheit der Wunsch, mehr über die Geschichte der Quarianer und ihre Herkunft zu erfahren. Sie verbrachte Nacht um Nacht mit alten Holoaufzeichnungen und Schriften aus der Zeit vor dem Erwachen der Geth und den frühen Jahren der Vertreibung und lauschte andächtig, wenn jemand Geschichten von früher erzählte, selbst wenn sich der Inhalt oft nur wenig von ihrem eigenen Leben unterschied. Wie viele andere Quarianer träumte auch sie davon, eines Tages eine richtige Heimat zu haben, in der sie und ihr Volk frei und unbeschwert leben konnten. Es dauerte zwar bis in ihre Adoleszenz, doch mischte sich diese Hoffnung nach und nach mit Frust und Unverständnis über die Entscheidungen der Admiralität: Anstatt einen Plan oder wenigstens ein Konzept zu entwickeln, wie eine neue Heimat gefunden werden konnte, schienen die Admiräle mal dieses und mal jenes zu versuchen, um Rannoch wieder für die Quarianer beanspruchen zu können und manövrierten die heimatlose Flotte dabei auf der Suche nach Rohstoffen und neuen Schiffen durch die Randbereiche der Galaxie. Nura realisierte, dass das Denken der Admiräle ebenso wie der meisten Quarianer nur auf die alte Heimat und einen Sieg über die Geth ausgerichtet war. Der Gedanke, eine andere Welt zu besiedeln und von vorn zu beginnen kam dem Großteil der Vertriebenen nicht oder wurde harsch zurückgewiesen, wenn er geäußert wurde. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte Nura eine Kluft zwischen sich und dem Rest ihres Volkes: Wenn es keinen Weg gab, Rannoch zurück zu erobern, war es dann nicht besser, einen neuen Anfang zu wagen statt ein ganzes Volk zu einem Leben auf überbevölkerten Schiffen zu verdammen? Wie alle Heranwachsenden mit einer Meinung, die vom Mainstream abwich, suchte Nura nach Gleichgesinnten. Es dauerte nicht lange, bis sie fündig wurde.


Mered’vai Rannoch[]

Für Nura war es schon fast eine Erleichterung zu erfahren, dass sie nicht die Einzige und schon gar nicht die Erste war, die bereit war, den Traum von Rannoch aufzugeben. Die meisten Zweifler hatten sich zu einer Gruppe zusammengefunden, die sich Nedas-Bewegung nannte. Nura verschlang die Schriften und Argumente der Bewegung und erlebte eine neue Form der Verbundenheit: Den Zusammenhalt einer Randgruppe, die von der Mehrheitsgesellschaft bestenfalls ignoriert und schlimmstenfalls angefeindet wurde. Die Mitglieder von Nedas versuchten auf allen Ebenen der Flotte ein Umdenken herbeizuführen und die restlichen Quarianer davon zu überzeugen, dass ihr Volk keine Zukunft haben konnte, solange sie an der Vergangenheit festhalten würden. Nura begann, sich für die Bewegung zu engagieren und führte viele, größtenteils unerfreuliche Gespräche, nicht wenige davon mit ihren Eltern. Während sie in der Bewegung eine geistige und politische Heimat gefunden hatte, befürchteten ihre Eltern, dass sich Nura regelrecht radikalisieren könnte und sie die Verbindung zu ihrer Tochter verlieren würden. Die breite Ablehnung, die ihr von fast allen Seiten entgegenschlug machte Nura ebenso traurig wie wütend: Sie wünschte sich nichts mehr als ein gutes Leben für sich, ihre Eltern und alle Quarianer, doch schien es ihr immer mehr, als wäre der Starrsinn ihres Volkes ein größeres Hindernis auf dem Weg dahin als die Geth. Als Ausdruck ihrer Opposition ließ sie sich, wie alle Mitglieder von Nedas, das Motto der Bewegung "Mered’vai Rannoch"[Vergesst Rannoch] auf den Oberarm tätowieren und verbrachte noch mehr Zeit mit Gleichgesinnten und immer weniger mit ihren Eltern und früheren Freunden.


Die Reifeprüfung[]

Als sich die Zeit ihrer Pilgerreise näherte, beschloss Nura auch diese für die Ziele von Nedas zu nutzen: Sie nahm sich vor, selbst einen geeigneten Planeten zu finden, auf dem die Quarianer einen Neuanfang starten konnten. Sie konnte sich keinen größeren Dienst vorstellen, den sie der Flotte erweisen konnte, als ihr endlich ein Ziel zu geben. Ihr war klar, dass ihr Vorhaben schwierig war und dass es, selbst wenn sie Erfolg haben sollte, keine Garantie dafür gab, dass die Admiralität ihren Entschluss überdenken wurde. Dennoch glaubte sie daran, dass sich mehr Quarianer für eine andere Heimat würden begeistern können, wenn Nura ihnen einen konkreten Planeten zeigen konnte, der nur darauf wartete, besiedelt zu werden. Mit dem Kopf voller Träume und dem Blut voller Impfstoffe gegen die biologischen Gefahren der Außenwelt brach Nura ins Ungewisse auf, um eine neue Heimat für ihr Volk zu finden. Ihre ersten Begegnungen mit Spezies außerhalb der Flotte verliefen größtenteils unerfreulich: Wenn man sie nicht direkt als potentielle Diebin und Störenfried vorverurteilte beäugte man Nura zumindest kritisch und machte keinen Hehl daraus, dass man sie so schnell es geht loswerden wollte. Die ersten Wochen ihrer Pilgerreise verbrachte sie daher hauptsächlich damit, abgewiesen zu werden und mehr oder weniger ziellos zwischen den Sternen zu pendeln. Sie merkte schnell, dass die Galaxie zu groß war, um ein System nach dem anderen nach einem geeigneten Planeten zu durchforsten. Genau so wenig Sinn machte es, im Schlepptau von Kolonieschiffen durch die Randbereiche der Milchstraße zu pendeln und nach fruchtbaren Planeten in der Nähe der neuen Kolonien zu suchen: War ein Planet in einem System erst einmal von einer raumfahrenden Spezies besiedelt war es keine aussichtsreiche Perspektive, mit 50.000 Schiffen auf einem benachbarten Planeten zu landen und darauf zu hoffen, dass sich die Nachbarschaftsstreitereien in Grenzen halten würden. Nura beschloss daher, sich auf den Weg ins Herz der Galaxie zu machen: Zur Citadel. Dort, wo alle Informationen, Waren und Dienstleistungen zusammenliefen, musste doch herauszufinden sein, wo die Quarianer eine neue Heimat würden finden können.


Die Erste Welt der Milchstraße[]

Nachdem sie nach vielen Irrfahrten endlich die Citadel erreicht hatte überwältigte die Station Nura mit ihrer Größe, ihren gefühlt zahllosen Bewohnern und ihrem schier endlosen Überfluss an Platz, Ressourcen, Geld und Kultur. Nura war regelrecht fassungslos: Natürlich hatte sie von der Citadel gehört, aber diesen Reichtum nun mit eigenen Augen zu sehen war ebenso beeindruckend wie erschütternd. Wie konnte ein solcher Ort überhaupt existieren während ihr Volk als Nomaden leben und um das Überleben kämpfen musste? Genau wie im Rest der Galaxie fand sich Nura auf der Citadel schnell am Rande der Gesellschaft wieder. Sie blieb leiblich zwar unversehrt, aber die ständige Ablehnung, das ihr entgegengebrachte Misstrauen und die ständigen, verdachtsunabhängigen Kontrollen von C-Sec zehrten an ihren Kräften. Sie konnte nicht verstehen, wie Millionen von Individuen in solch Überfluss leben und einander trotzdem mit Neid und Missgunst begegnen konnten. Jeder Quarianer wäre dankbar für ein derartiges Leben in Fülle gewesen und hätte bereitwillig mit allen um sich herum geteilt. Es dauerte eine Weile, doch während ihrer Suche nach Informationen über eine potentielle neue Heimat für ihr Volk merkte Nura, dass ein Leben auf der Citadel nicht automatisch Wohlstand und Frieden für alle bedeutete. Auch hier gab es Grenzen zwischen den Bewohnern, wenn auch meist unsichtbare: Es war kein Zufall, dass das durchschnittliche Einkommen der Bewohner von den Randbezirken zum Präsidium hin deutlich zunahm. Ebenso schien es eine nirgends festgeschriebene, aber gemeinhin akzeptierte Tatsache zu sein, dass man Nicht-Rat-Spezies deutlich häufiger in den armen Regionen der Station fand als in ihrem Zentrum. Allein der Umstand, dass es arme und reiche Regionen auf einer Raumstation gab war für Nura ein Paradoxon, dass nur davon übertroffen wurde, dass es allgemein hingenommen und von scheinbar allen Bewohnern der Station als normal angesehen wurde. Der Kulturschock war für Nura derart intensiv, dass sie einige Tage nur in ihrer kümmerlichen Unterkunft sitzen und grübeln konnte, da ihr die Welt um sie herum auf einmal so falsch vorkam, dass sie nicht mehr wusste, was sie tun sollte. Wie sollte eine Zukunft für ihr Volk auf einem eigenen Planeten aussehen, wenn es dennoch immer im Schatten der scheinbar allmächtigen Ratsvölker stehen würde? Und was würde aus dem innigen Zusammenhalt der Quarianer werden, wenn Überfluss zu so starken Ungleichheiten in einer Gesellschaft führte? War ein Leben in Armut und Bedrängnis nicht sogar besser als eins in Reichtum, wenn man dafür Verbundenheit und Nähe erfahren konnte? Nura fühlte sich überfordert und allein gelassen. Schon ihre selbstauferlegte Mission schien unmöglich zu sein und nun zweifelte sie daran, jemals wieder zur Flotte zurückkehren zu können ohne daran zu denken, wie viel Wohlstand es im Zentrum der Galaxie gab, während ihr Volk sich mit dem begnügen musste, was übrig blieb, selbst wenn es tatsächlich ein eigener Planet sein würde.


Der Aufschrei der Machtlosen[]

Während sie lethargisch vor sich hin vegetierte und darum kämpfte, die vielen neuen Eindrücke irgendwie mit ihrem bisherigen Weltbild in Einklang zu bringen stieß Nura im ExtraNet auf einen Beitrag in einem öffentlichen Forum, das eine Bezirksverwaltung betrieb, um den Einwohner die Möglichkeit zur politischen Partizipation zu geben oder zumindest vorzugaukeln. Aus diesem Beitrag eines anonymen Nutzers sprach das gleiche Unverständnis und die gleiche Frustration über die offensichtliche, aber allgemein hingenommene Ungleichheit, die Nura ergriffen hatten. Der Text war weder gut strukturiert noch in sich schlüssig, aber zum ersten Mal seit sie die Citadel betreten hatte fühlte Nura sich verstanden. Da hatte jemand all die Wut und all die Verzweiflung in einen brachialen Wortschwall gebunden und ins Netz gestellt. Der Beitrag enthielt keine Forderungen oder Verbesserungsvorschläge, er passte nicht einmal so richtig zum Thema des Unterforums, in dem er veröffentlich worden war, aber er gab Nura ein Gefühl, dass sie zuletzt bei ihrer ersten Begegnung mit der Nedas-Bewegung gehabt hatte: Ich bin nicht die Einzige, die so denkt. Nura kontaktierte den anonymen Nutzer über das Forum und schrieb nun ihrerseits einen schier endlosen, ebenso unstrukturierten Text, in dem sie alles unterbrachte, was in ihr vorging: Ihre Frustration über die Halsstarrigkeit der quarianischen Admiralität, ihr Entsetzen über die Anfeindungen, die sie allein aufgrund ihrer Herkunft erfahren hatte und ihre Ratlosigkeit angesichts der unfassbaren Ungleichheit, einerseits zwischen der Citadel und der Migranten-Flotte und andererseits zwischen den Völkern und teilweise einzelnen Bewohnern der Citadel. Während sie schrieb merkte sie, wie sich all ihre Gedanken nach und nach zu einer Frage verdichten ließen: Wie kann das sein? Es dauerte nicht lange, bis sie Antwort erhielt. Der andere Nutzer blieb zwar anonym, aber anstatt Namen tauschten er und Nura über die nächsten Tage dutzende Nachrichten aus und bekräftigten sich gegenseitig in der Überzeugung, dass etwas entschieden falsch laufe in der Gesellschaft. Sie begannen in ihrem Austausch nach und nach ihr formloses Unverständnis zu sortieren und den einzelnen Problemen Namen zu geben. Im ExtraNet fanden sie Artikel, teilweise ganze Blogs und anderen Foren zu diesen und anderen Problemen, an die sie selbst noch gar nicht gedacht hatten. Nura und ihr namenloser Gefährte nahmen Kontakt zu anderen Gleichgesinnten auf, die ihrerseits wiederum Leute kannten, die ähnlich dachten. Die zwei verwirrten, isolierten Seelen, die zunächst sich gefunden hatten bekamen nun Anschluss an eine Gruppe, einen ganzen Schwarm, der die gleiche Frage stellte wie sie: Wie kann das sein?


Der Kern des Problems[]

Ab einem gewissen Punkt verbrachte Nura ihre gesamte Freizeit in Foren und auf den Blogs ihrer neuen Szene. Tagsüber arbeitete sie, wo man sie arbeiten ließ, um für Unterkunft und Nahrung aufkommen zu können, nachts las sie Beiträge, Artikel und Bücher aus einem immer breiter werdenden Spektrum gesellschaftlicher Themen. Der Suche nach einem neuen Heimatplaneten für ihr Volk hatte sie schon seit Wochen keine Zeit mehr gewidmet, auf einmal schien ihr der Überlebenskampf der Quarianer nicht mehr als Hauptproblem ihres Lebens sondern nur noch als Symptom eines viel größeren Problems, das die ganze Galaxie umspannte. Interessanterweise verfestigte sich während dieser Zeit auch ihre Überzeugung, dass die Nedas-Bewegung den richtigen Weg verfolgte. Immerhin waren die Geth inzwischen eine zwar sehr andersartige, aber ohne Frage autarke Gesellschaft, selbst wenn sie künstlich erschaffen worden waren. Mit welchen Argumenten würden die Quarianer dieser Gesellschaft das Existenzrecht absprechen, zumal die Geth keinerlei Anstalten machten, ihrerseits einen Vernichtungskrieg gegen ihre Schöpfer zu führen? Über die Belange ihres Volkes hinaus fanden Nura und ihre Seelenverwandten viele Beispiele für erzwungene, oft mit Waffengewalt durchgesetzte Ungleichheit zwischen den und innerhalb der Völker der Milchstraße. Die Genophage, das Abkommen von Farixen, der Erstkontakkrieg, die batarianische Hegemonie; überall zeichnete sich ein Muster ab, in dem die Mächtigen in der Galaxie ihre Lebensweise und ihre Weltanschauung gegen Schwächere durchsetzen ohne über die oft weitreichenden Folgen ihres Tuns nachzudenken. Immer wieder wurde das Überleben der Zivilisation als Begründung angeführt, um im Schicksal ganzer Völker herumzupfuschen, doch war diese Zivilisation so von inneren Spannungen und Zerwürfnissen zerfressen, dass man sich fragen musste, was man da eigentlich noch verteidigte. Die Macht der Ratsvölker, nach Gutdünken andere Völker in den erlesenen eigenen Kreis zu erheben oder auch wieder zu verstoßen? Das Recht, ganze Populationen umzusiedeln und als Waffe gegen eine äußere Bedrohung einzusetzen? Die Freiheit, andere Spezies als Bürger zweiter Klasse abzustempeln und an den Rand der Gesellschaft zu drängen?


Auf die Barrikaden![]

Nach und nach formte sich nicht nur ein Gesamtbild aus all diesen Fragmenten, sondern innerhalb von Nuras Bezugsgruppe eine Agenda, der Gedanke an Widerstand. Im Frühjahr 2181 versammelte sich ein Großteil der über die Galaxie verteilten Mitglieder von Nuras Gruppe auf der Citadel zu einer Art Konferenz. Die meisten Teilnehmer lernten sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht kennen, bisher war der Kontakt fast vollständig über das ExtraNet erfolgt. Das Treffen auf der Citadel war vor allem geplant worden, um zu zeigen, dass die verbindende Idee der Gruppe stark genug war, um Individuen aus allen Völkern und allen Regionen der Milchstraße zusammenzuführen. Drei Tage lang diskutierten sie, besprachen sich und formten ein Band untereinander. Nura hatte sich seit ihrer Abreise von der Flotte nicht mehr so verbunden und geborgen gefühlt. Das Treffen von 2181 war die Geburtsstunde einer Bewegung, die sich nicht weiter damit begnügen wollte, Missstände zu erkennen und Artikel darüber zu schreiben, sondern sich für eine friedlichere, gerechtere und offenere Gesellschaft für alle Spezies einsetzte. Während das Manifest trotz knapp 400 Anwesenden und teilweise unterschiedlicher Meinungen zu Details recht schnell verabschiedet worden war, stellte die Namensfindung der Bewegung eine größere Herausforderung dar. Schlussendlich entschied man sich für ,,Equity Now!“, da der Begriff aus der menschlichen Standard-Sprache für alle Spezies halbwegs gut auszusprechen war und man es vermeiden wollte, den Namen der Gruppe stets in 32 verschiedenen Sprachen abdrucken zu müssen. Mit ihrem Eintritt in die neu gegründete Bewegung erklärte Nura ihre Pilgerreise selbst für beendet und nahm den Namen Nura’Kael nar Osdag vas Citadel an. Für sie stand fest, dass es für sie keine Rückkehr zur Flotte geben würde, solange jede neue Heimat für die Quarianer eine Heimat in einer von Ungleichheit und Unterdrückung beherrschten Galaxie sein würde. Sie schrieb ihren Eltern eine lange Nachricht über ihre Entscheidung und ihre Beweggründe und hängte ihr das Manifest von Equity Now an. Nuras Eltern, die schon ihr Engagement für Nedas mit großer Sorge beobachtet hatten, waren über den Entschluss ihrer Tochter entsetzt, nicht zuletzt, weil Equity Now für eine friedliche Koexistenz aller Völker, darunter auch den Geth, eintrat. Es folgte ein emotionaler, für Nura sehr belastender Schriftwechsel mit ihren Eltern, der schließlich verebbte, als sich herausstellte, dass eine unüberbrückbare Kluft zwischen ihnen lag.


Das maskierte Gesicht einer Bewegung[]

Equity Now nahm unverzüglich die Arbeit auf. Kurz nach der Gründung organisierte die Bewegung eine Demonstration im Präsidium für eine Öffnung des Rats für alle raumfahrenden Spezies. Die Demonstration wurde erwartungsgemäß hauptsächlich von Nicht-Rat-Spezies, darunter eine Vielzahl von Menschen, besucht und wies eine hohe Teilnehmerzahl auf. Als eine der wenigen Quarianerinnen in der Bewegung und auf der Citadel allgemein hielt Nura eine Rede, die nicht unerwähnt ließ, dass der Rat ihr Volk nicht nur abgewiesen hat, als es um Hilfe bat, sondern auch die quarianische Botschaft auf der Citadel hatte auflösen lassen. Equity Now machte mit der Demonstration direkt auf sich und ihre Ziele aufmerksam, was zu einem Zustrom an Mitgliedern und Unterstützern führte. Nura wurde als eins der Gesichter der Bewegung wahrgenommen, sah sich in den folgenden Tagen großer Aufmerksamkeit im ExtraNet ausgesetzt und erhielt sogar Interviewanfragen von kleineren Zeitungen und Sendern. Es stellte sich heraus, dass sie ein natürliches Talent dafür hatte, ihre Positionen verständlich und überzeugend darzulegen und in der Lage war, die richtigen Worte zu finden, um die Herzen ihrer Zuhörer und Leser zu gewinnen. In den folgenden Monaten begann Nura regelmäßig politische Artikel zu schreiben, die von verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurden. Dies bescherte ihr Unabhängigkeit von den unsicheren und oft wechselnden Jobs, mit denen sie sich bisher durchgeschlagen hatte und ermöglichte es ihr, sich ganz der Sache von Equity Now zu widmen. Nach einigen Essays und Pamphleten erschien in der zweiten Hälfte des Jahres 2182 ihr erstes Buch ,,Wir alle sind die Flotte“, in welchem sie Gemeinsamkeiten und Verbindungen zwischen den drängendsten sozialen Problemen der Galaxie aufzeigte. Der große Erfolg des Buches ermöglichte es Nura von ihrer schriftstellerischen Tätigkeit allein zu leben, wenn auch auf recht bescheidenem Niveau.


Der Weg in den Untergrund[]

Zwar war Equity Now enthusiastisch und kraftvoll ins Rennen gestartet, doch hatte das politische System der Citadel Jahrhunderte Zeit gehabt, sich zu verfestigen und Abwehrmechanismen gegenüber jeder Form von Opposition zu schaffen. Der Rat zeigte sich größtenteils unwillig, teilweise feindselig und auch in der Bevölkerung fanden die Positionen von Equity Now nicht nur Befürworter. Bald kam es zu Gegendemonstrationen und mit zunehmender Bekanntheit im ExtraNet mehrten sich auch die Hasskommentare und Drohungen in den Foren und Blogs der Bewegung. Equity Now war in der politischen Realität angekommen, die sich größtenteils als ein Kampf darstellte, der mit schmutzigen Mitteln geführt wurde. Die Idee von galaxisweitem Frieden und allgemeiner Gleichheit zwischen den Völkern erlitt 2183 durch den Angriff der Geth zusätzlich einen herben Rückschlag. Toleranz gegenüber den Maschinen schien auf einmal eine weltfremde Spinnerei zu sein und die Allgemeinheit feierte das Militär der verschiedenen Ratsvölker, die den Angriff erfolgreich abwehren konnten. Da sich zudem die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nun ganz auf die äußere Aggression und den anschließenden Wiederaufbau richtete, hatten die wenigsten noch Zeit dafür, für Gleichberechtigung einzutreten. Wie einige andere innerhalb von Equity Now befürchtete Nura nicht nur, aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verschwinden, sondern zudem eine Zunahme von Ungleichheit und Repression in der Folge der Invasion. Sie selbst musste erdulden, dass viele Bewohner der Citadel den Geth-Angriff ihrem Volk anlasteten und dies verbal an ihr ausließen. Ihre Artikel und Beiträge, die vor einer Verschlimmerung der gesellschaftlichen Spaltung warnten generierten nicht mehr so viele Aufrufe wie zuvor und stießen auch nicht mehr auf das gleiche mediale Interesse wie vor dem Angriff. Aus Sorge um die bereits errungenen Erfolge von Equity Now und das Fortbestehen der Bewegung beschlossen Nura und ein kleiner Kreis von Aktivisti den Kampf für Gerechtigkeit weiter zu eskalieren: Außerhalb der Struktur von Equity Now trafen sie sich, um Aktionen zu planen, die über das bisherige Spektrum der Bewegung hinausgehen sollten. Während Equity Now weiter Kundgebungen, Demonstrationen und Proteste organisierte, schmiedete ihre kleine Gruppe von Verschwörern Pläne für unangekündigten zivilen Ungehorsam und andere Maßnahmen am Rande der Legalität. Sie warteten nicht lange damit, in Aktion zu treten: SkyCars von Politikern, auf die deren ungerechten Entscheidungen für jedermann sichtbar in großen roten Buchstaben geschrieben standen; Flashmobs vor Verwaltungsgebäuden, die den Bediensteten Ein- und Austritt verwehrten, bis C-Sec sie auflöste; eine zerstörte Geth-Einheit mit der Aufschrift ‚Diese Einheit hatte eine Seele!‘, die im Präsidium gefunden wurde. Die Unsichtbaren, wie sich die Gruppe bald selbst nannte, fanden viele Wege, von sich hören zu lassen. Eins hatten alle Protestaktionen gemeinsam: Es durfte niemand dabei zu körperlichem Schaden kommen. Dass die Ziele größtenteils mit denen von Equity Now übereinstimmten war offensichtlich, dennoch agierten Nura und ihre Protestzelle anonym und ohne offizielle Verbindung zur Bewegung, um diese nicht bei jenen in Verruf zu bringen, denen die Unsichtbaren mit ihren Aktionen zu weit gingen. Nura koordiniert die Arbeit der Unsichtbaren über das ExtraNet unter einem Pseudonym und engagiert sich parallel unter ihrem richtigen Namen öffentlich für Equity Now und als Autorin. Wie ganz am Anfang ihrer politischen Aktivität ist ihr Leben wieder zweigeteilt: Tagsüber die Ziele und Standpunkte von Equity Now publik machen und schreiben, nachts aktiven Widerstand und Ungehorsam planen. In ihrem Kampf gegen die Ungerechtigkeit in der Galaxie ist ihr kein Gegner zu stark und keine Herausforderung zu groß.


Psyche[]

Nura ist seit ihrer Geburt ein beziehungsorientiertes Wesen, das ihre Kraft aus der Verbindung zu anderen bezieht. Zugehörigkeitsgefühl und Annahme sind wichtige Grundsäulen ihrer Persönlichkeit, weswegen sie während ihrer Pilgerriese sehr unter der Ausgrenzung und Anfeindung, die sie erfahren musste, gelitten hat. Schon vor ihrer Zeit bei der Nedas-Bewegung hatte sie große Skepsis gegenüber asymmetrischen Machtverhältnissen, bei denen wenige das Schicksal vieler bestimmen und so Grenzen zwischen „Denen da oben“ und „Denen da unten“ errichten. Als sie während ihrer Pilgerreise feststellen musste, dass der Großteil der Galaxie nach genau diesem Prinzip regiert wurde, regte sich Widerstand in ihr, der zum weiteren elementaren Bestandteil ihrer Persönlichkeit wurde: Sie lehnte die vorherrschende, erzwungene Segregation der Gesellschaft in Mächtige und Machtlose nicht nur ab, sie beschloss auch, etwas dagegen zu tun. Darin drückt sich der hohe Stellenwert, den sie Beziehungen beimisst, politisch aus: Nura erweitert ihren eigenen Wunsch, Zugehörigkeit zu erleben auf alle Lebewesen auf sie herum aus und möchte diesen die gleiche Teilhabe ermöglichen, die sie sich für sich selbst wünscht. Da sich ihr Handeln aus ihren inneren Wünschen ableitet, verfolgt sie ihr Ziel mit aller Macht und legt eine Ausdauer und ein Durchsetzungsvermögen an den Tag, das man einer kleinen Person wie ihr nicht zutrauen würde. Mit ihrem ausgeprägten Sendungsbewusstsein macht sie sich zwar oft genug Feinde, doch lässt sie sich in ihrem Tun nicht von Gegenwind beeinträchtigen.

Charaktereigenschaften[]

Stärken

  • Willensstark
  • Drückt sich wortgewandt und überzeugend aus
  • Ausdauernd in der Verfolgung ihrer Ziele
  • Durchsetzungsfähig
  • Loyal
  • Ehrlich
  • Technisch versiert
  • Innerhalb ihrer Szene gut vernetzt und einflussreich
  • Furchtlos
  • Durch überstandenes und verarbeitetes Leid psychisch belastbar
  • Genügsam


Ambivalente Eigenschaften[]

  • Ausgeprägtes Sendungsbewusstein
  • Nimmt eher einen Konflikt in Kauf, als sich auf einen schalen Kompromiss einzulassen
  • Begreift das Leben mehr als Konsequenz seiner Umstände als ein eigenständiges Konstrukt
  • Person des öffentlichen Lebens
  • Impulsiv
  • Mit sich selbst im Reinen
  • Hohe moralische Ansprüche an sich selbst und Andere


Schwächen[]

  • Körperlich schwach
  • Kampferfahrung beschränkt sich auf behelfsmäßige Selbstverteidigung
  • Wie alle Quarianer auf ihren Exo-Anzug und dessen Funktionsfähigkeit angewiesen
  • Leidet stark bei Isolation von Gleichgesinnten und Einsamkeit
  • Deutet alle Konflikte als Ausdruck der galaxisweiten Ungleichheit
  • Unverständnis gegenüber allen, die den gesellschaftlichen Status Quo befürworten
  • Bewegt sich mit ihren Protestaktionen am Rande der Legalität
  • Kein gutes Verhältnis zu den Eltern und dem Großteil ihrer Bekannten in der Flotte
  • Beim politischen Establishment der Citadel höchst unbeliebt
  • Neigt zu Selbstgerechtigkeit
  • Ausgeprägtes Freund/Feind-Denken


Besonderheiten[]

  • Vorliebe für (aufgrund der aufwendigen Herstellung sündhaft teure) quarianertaugliche Milchshakes
  • Wurde vom Citadel Business Journal zur „Nervigsten Person auf der Citadel 2183“ gekürt
  • Bibliographie:
    • "Wir alle sind die Flotte" (2182)
    • "Ursache und Wirkung" (2184)
    • "Equity Now! Fünf Jahre als Dorn im Auge des Rats" (2186)

Optische Details[]

Tätowierungen[]

  • "Mered’vai Rannoch" auf der Innenseite des rechten Oberarms


Ausrüstung[]

Gegenstände

Waffen:

  • M-3 Predator (Nie abgefeuert)

Rüstung:

  • Quarianischer Exo-Anzug in Anthrazit, Weiß und Dunkelrot

Technische Ausstattung:

  • OmniTool mit Taser-Funktion
  • Holo-Drohne mit Selbstverteidigungsmodulen

Sonstige Gegenstände:

  • Dutzende alte Protestschilder, Transparente und Plakate von früheren Demonstrationen, die ihre kleine Wohnung verstopfen
  • Eins der 400 gedruckten Original-Manifeste von "Equity Now!"

Vehikel:

Berufliche Verhältnisse[]

  • Berufsbezeichnung:Aktivistin
  • Organisntion:Equity Now!
  • Position:Repräsentantin, Autorin, Koordinatorin
  • Beschreibung:Nura publiziert politische Schriften im ExtraNet, organisiert Demonstrationen und Kundgebungen und koordiniert (verdeckt) die gewaltfreien Störaktionen der Unsichtbaren.

Trivia[]

  • Quelle des Charakterbildes
  • Nura'Kael nar Osdag vas Citadel wurde von Khardim als Spielerchakter erstellt.
  • Nura taucht zum ersten Mal in auf.

Bildquellen (sofern nicht in Bildinfo angegeben)[]

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